Lebenskrisen – Wandel begleiten und Sinn neu finden
Lebenskrisen entstehen oft an großen Wendepunkten oder nach einschneidenden Verlusten (z. B. Trennung, Jobverlust, Krankheit). Diese Phasen fühlen sich verwirrend, schmerzhaft und orientierungslos an. Die psychologische Begleitung zielt darauf ab, Ihnen zu helfen, diesen Übergang nicht nur zu überstehen, sondern ihn als Chance für tiefgreifendes persönliches Wachstum und eine Neuausrichtung zu nutzen.
Der Kern der Unterstützung: Innere Stärken und neue Ziele
Mein Ansatz kombiniert Elemente verschiedener psychologischer Schulen, um die Komplexität einer Lebenskrise ganzheitlich zu erfassen. Im Zentrum stehen die Aktivierung Ihrer inneren Stärken (Ressourcen) und die Suche nach einem neuen, tragfähigen Sinn.
Schritte im Prozess der Krisenbewältigung
1. Stabilisierung und Entlastung
Zuerst schaffen wir einen geschützten und stabilen Rahmen. In der akuten Phase geht es darum, die emotionale Überforderung zu reduzieren und wieder „festen Boden unter die Füße zu bekommen“. Wir fokussieren uns auf:
-
Emotionen steuern: Erlernen von Techniken und Strategien, um starke Gefühle (Angst, Wut, Trauer) zu steuern und auszuhalten.
-
Akzeptanz entwickeln: Das Annehmen der aktuellen Situation und des damit verbundenen emotionalen Belastungen als notwendigen Teil des Wandels.
-
Sofort-Ressourcen aktivieren: Bewusstmachung unterstützender Netzwerke und Bewältigungsstrategien, die Ihnen bereits in der Vergangenheit geholfen haben.
2. Reflexion und Neuorientierung
Sobald die erste Stabilisierung erreicht ist, beginnen wir mit der Analyse des Wandels. Wir betrachten die Krise nicht als Scheitern, sondern als Signal für eine notwendige Veränderung:
-
Werte und Bedürfnisse klären: Hinterfragen, was Ihnen jetzt wirklich wichtig ist, um die neuen Lebensziele darauf auszurichten.
-
Die Geschichte ordnen: Das aktuelle Geschehen in den Kontext Ihrer gesamten Lebensgeschichte einordnen, um Muster und Zusammenhänge zu erkennen.
-
Sinnfindung: Entwicklung eines neuen Sinns oder einer neuen Perspektive für den Abschnitt nach der Krise.
3. Integration und Stärkung der Resilienz
Im letzten Schritt geht es um die Integration der Krise als Teil Ihrer Biografie. Das Ziel ist nicht die Wiederherstellung des alten Zustands, sondern die Entwicklung eines stabileren neuen Zustands:
-
Handlungsfähigkeit: Schrittweise Entwicklung und Umsetzung konkreter Pläne für die berufliche, soziale oder persönliche Neugestaltung.
-
Resilienz aufbauen: Die psychische Widerstandsfähigkeit stärken, um zukünftige Herausforderungen eigenständig und gestärkt meistern zu können.
Jede Krise ist einzigartig – entscheidend ist, sie als Wendepunkt zu begreifen, nicht als Endpunkt.
Mögliche Auslöser von Lebenskrisen
Lebenskrisen können viele Ursachen haben:
-
Trennungen oder Konflikte in Partnerschaft und Familie
-
Verlust von Angehörigen oder nahestehenden Menschen
-
Berufliche Umbrüche, Überforderung, Arbeitslosigkeit
-
Krankheit, körperliche Erschöpfung oder Burn-out
-
Identitäts- und Sinnfragen, Lebensübergänge
